Letztes Update:
18.05.2012

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Langzeitübung "Schrumpftal 2008"
Aus den Einheiten der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm nahmen
25 Feuerwehrmänner an einer Langzeitübung im Schrumpftal teil.
Nach zweimonatiger Vorbereitungszeit setzte sich der Verband der Übungsteilnehmer am Freitagmittag in Marsch. Auf einer Wiese im Schrumpftal, ganz in der Nähe von Münstermaifeld-Metternich, wurden zunächst das Biwak aufgeschlagen und die Schlafgelegenheiten hergerichtet.

Danach fand eine Einteilung der Führungskräfte für die einzelnen Übungslagen statt. Vorbereitet waren zwei Hilfeleistungs- und eine Brandbekämpfungsübungen.
Zur realistischen Einsatzdarstellung hatten Mario Gail und Sascha Hens aus Münstermaifeld, die beide im Besitz einer sprengstoffrechtlichen Berechtigung sind,
die Übungsobjekte mit fernzündbaren Brand- und Explosionseffekten ausgestattet.

1. Übungseinheit:
Unter der Leitung von Dirk Breidbach, Feuerwehreinheit Weißenthurm, unterstützt durch die Gruppenführer Thomas Wagner und Dirk Faulhaber, beide
FF Mülheim-Kärlich, wurde die erste Hilfeleistungsübung durchgeführt.
Ein Radlader befährt bergauf eine einspurige Gefällstrecke in einem Waldstück,
ein entgegen kommender PKW erkennt das Hindernis an einer Kuppe zu spät und kollidiert frontal mit dem Radlader. Ein nachfolgender PKW versucht auszuweichen, rammt PKW 1 überschlägt sich und kommt seitlich in einem Feld zum Liegen.
Die räumliche Enge der Einsatzstelle, sowie die aufwendige Rettung der eingeklemmten Personen gestalteten sich äußerst schwierig, wurde aber,
durch die im Zusammenspiel perfekt agierenden Rettungskräfte, in
schweißtreibender Arbeit gut verrichtet.

2. Übungseinheit:
An einem Aussiedlerhof steht ein Tanklastzug beim Entladen auf einer schmalen Straße. Ein PKW mit 2 Insassen kollidiert wegen nicht angepasster Geschwindigkeit mit dem Tanklastzug. Der PKW überschlägt sich, die Insassen werden eingeklemmt, durch den Aufprall wird der Tankauflieger des Tanklastzuges beschädigt - Heizöl tritt aus und fließt Richtung eines kleinen Baches.
Der Weißenthurmer Norbert Fachbach leitete diese Übung. Als Gruppenführer standen ihm Oliver Nitsch, FF Mülheim-Kärlich, und Jörg Börner, FF Kaltenengers,
zur Seite. Es galt bei dieser Übung gleichzeitig eine Vielzahl von Arbeiten parallel zu bewältigen. Die Verletzten betreuen, zwei eingeklemmte Personen befreien, Sicherstellung des Brandschutzes, auslaufendes Heizöl auffangen, die Leckage abdichten, weiträumiges Absperren der Einsatzstelle, die Explosionsgrenze überwachen etc. Da hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun und die Führungskräfte Mühe alles genau zu koordinieren und reibungslos ablaufen zu lassen, was aber gut gelungen ist.

Bei der anschließenden Rückkehr zum Lager freute man sich schon, dass einige Kameraden bereits ein Lagerfeuer entfacht hatten, an dem man noch einige Stunden gemütlich zusammen saß und gemeinsam "fachsimpelte". Am nächsten Morgen beim gemeinsamen Frühstück sorgte der Mülheim-Kärlicher Wehrführer Reiner Hetzel,
der sich für die gesamte Verpflegung verantwortlich zeichnete, sogar für Rühreier.
So konnte man gut gestärkt zu neuen Taten schreiten.

3. Übungseinheit:
Eine Jugendgruppe feiert in der Schützenhalle Mörz ein Fest. Bei der Benutzung eines Gasherdes kommt es zu einer Verpuffung. Mehrere verletzte Jugendliche befinden sich in der verrauchten Schützenhalle. Neben dem brennenden Küchentrakt steht ein im angrenzenden Freigelände ein von den Flammen bedrohter Gastank.

Das war die Übungsvorgabe, welche Zugführer Thomas Wagner, FF Mülheim-Kärlich, mit seinen Führungskräften Andre Monshausen, und Bastian Zernikow,
beide FF Weißenthurm, vor große Aufgaben stellte. Routiniert wurden mehrere Trupps unter Atemschutz im Inneren zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt, wobei durch pyrotechnische Effekte sehr realistische Situationen entstanden,
die von den Teilnehmern ihr ganzes Können abverlangte. Der gefährdete Gastank wurde gekühlt, Verletzte betreut, die Schützenhalle entraucht und wegen Wassermangels eine Löschwasserförderstrecke über 600 Meter Entfernung aufgebaut.

Doch auch diese Übung wurde wie die vorhergehenden Übungseinheiten unter den kritischen Augen von Wehrleiter Arnd Lenarz, seinem Stellvertreter Ralf Hauter und dem Mülheim-Kärlicher Wehrführer Reiner Hetzel, der sich auch durch eine perfekte Vorbereitung der Langzeitübung auszeichnete, zur vollsten Zufriedenheit gelöst.

Am Nachmittag wurde dann das Lager abgebaut und die Heimfahrt angetreten. Anschließend mussten noch die Fahrzeuge und die eingesetzten Gerätschaften gereinigt werden. Bei der abschließenden Übungsbesprechung bedankte sich
Arnd Lenarz für die optimale, tagelange Vorbereitungsarbeit sowie auch für den kräfteraubenden Einsatz der sehr motivierten übungsteilnehmer, die zusätzlich zu dem Übungsdienst in ihren Wehreinheiten, wieder einmal ihre Freizeit opferten, um gut auf einen realen Einsatz, für die Hilfe unserer Mitbürger, vorbereitet zu sein.

Alle waren sich einig, dass solche Langzeitübungen die Zusammenarbeit der einzelnen Wehreinheiten untereinander fördern und stärken, das gegenseitige Vertrauen bestärken, das Führungsverhalten verbessert, die Gerätekunde intensiviert und der Kameradschaft sehr dienlich ist. Der Wunsch nach einer Wiederholung einer solchen Langzeitübung wurde mehrfach geäußert, welcher das verantwortliche Führungsteam darin bestärkte, an dem eingeschlagenen Weg, solche Übungen durchzuführen, festzuhalten.

Arnd Lenarz Wehrleiter

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