Letztes Update:
18.05.2012

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Großübung Ball Packaging Weißenthurm
Die Feuerwehren aus Weißenthurm, Mülheim-Kärlich und der Umweltzug Weißenthurm, sowie die Betriebsfeuerwehr der Firma Ball Packaging
übten gemeinsam bei dem Getränkedosenproduzenten Ball Packaging,
auch besser bekannt als "Schmalbach" oder die "Blech", in Weissenthurm.

In einem fast identischen Getränkedosenwerk hat es in Hassloch/Pfalz in den vergangenen Jahren bereits zwei Großbrände gegeben, welche zu längeren Betriebsausfallzeiten führten, wie auch zu den Überlegungen, ob das Werk
überhaupt noch einmal aufgebaut werden soll.

Umso wichtiger erschien es den Verantwortlichen, auf den Ernstfall
vorbereitet zu sein, nicht nur um keinen wirtschaftlichen Schaden
hinnehmen zu müssen, sondern auch zur Arbeitsplatzsicherung – die Firma
Ball Packaging ist Weißenthurms größter Arbeitgeber und Steuerzahler.

Deshalb nutze man die Zeit, in der die Produktion für Instandhaltungsarbeiten ruhte. Ausgangslage war ein Brand auf mehreren Ebenen im Bereich der Dosenlackierung,
bei dem 3 Personen in der Produktionshalle vermisst wurden. Durch das Ausschalten
der kompletten Hallenbeleuchtung wurde eine starke Verrauchung simuliert,
welches die Arbeit der Einsatzkräfte realistischer machen sollte.

Ein Dutzend Angehörige der Betriebsfeuerwehr konnten den Feuerwehrleuten der
öffentlichen Feuerwehr besonders durch ihre Anlagen- und Ortskenntnisse gezielt,
teilweise unter Atemschutz, an die verschiedenen Einsatzorte führen und so wertvolle
Zeit einsparen, um in dem Labyrinth zwischen den einzelnen Produktionsbereichen,
zügig arbeiten zu können.

Während sich die Arbeit der Feuerwehr Weißenthurm auf die Brandbekämpfung im Halleninneren von der Bahnseite konzentrierte, baute der Umweltzug eine Löschwasserrückhaltung auf und stellte die nötige Atemschutzreserve zur Verfügung.

Die Feuerwehr Mülheim-Kärlich baute von der Hauptstrassenseite einen Löschangriff
im Halleninneren auf und ging zur Personenrettung mit insgesamt 6 Trupps vor.
Das Übungsszenario verlief gekonnt ab, dass auch eine Übungseinlage,
ein in Not geratener Einsatztrupp, die verantwortlichen Führungskräfte nicht
aus der Ruhe brachte. Nach über einer Stunde waren alle gestellten Aufgaben nicht
nur zur Zufriedenheit der Wehrleitung, sondern auch des Geschäftsleitung,
welche die Übung im großem Interesse beobachtete, erfüllt.

Im Rahmen einer anschließenden Begehung wurden nochmals die
Ortskenntnisse vertieft und auf verschiedene Gefahrenstellen hingewiesen.
Bei der danach stattfindenden Übungsbesprechung in der Werkskantine zollte Werkleiter Jürgen Kramp der Feuerwehr umsichtiges und professionelles Handeln
und war erstaunt über den reibungslosen Ablauf.

"Man soll sich nie zu sicher fühlen, sondern auf den Ernstfall gut vorbereitet sein –
wir sind es!" Auch Wehrleiter Arnd Lenarz und sein Stellvertreter Ralf Hauter zeigten sich zufrieden mit ihren Einsatzkräften, die gut zusammengearbeitet haben und die gestellten Aufgaben hervorragend erledigten. An der Übung waren insgesamt 78 Feuerwehrangehörige mit 14 Fahrzeugen beteiligt.

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